BAFA-Förderung Ende: Läuft die Förderung 2026 wirklich aus?

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Die BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen ist eine der wichtigsten Förderungen für KMU – doch viele Unternehmen fragen sich: Läuft die Förderung 2026 wirklich aus? Die kurze Antwort: Ja, die aktuelle Förderrichtlinie des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gilt nur noch bis zum 31. Dezember 202618. In diesem Artikel erfahren Sie, was das für Ihr Unternehmen bedeutet, wie Sie die verbleibende Zeit nutzen können und ob es mögliche Alternativen gibt.

1. Das Ende der BAFA-Förderung: Faktenlage

Die aktuelle Förderrichtlinie „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ wurde am 1. Januar 2023 eingeführt und läuft planmäßig bis zum 31. Dezember 2026.

  • Maximal 5 Beratungen pro Unternehmen: Innerhalb dieses Zeitraums kann jedes förderberechtigte Unternehmen maximal fünf Beratungen beantragen (maximal zwei pro Jahr)1.

  • Keine Verlängerung bekannt: Bisher gibt es keine offiziellen Ankündigungen des BAFA oder des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, das Programm über 2026 hinaus zu verlängern8.

  • Europäische Förderlogik: Die Förderung wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) kofinanziert. Förderperioden der EU sind typischerweise auf mehrjährige Zeiträume begrenzt (z. B. 2021–2027), was das Ende 2026 plausibel macht1.

2. Was das Ende der Förderung für Ihr Unternehmen bedeutet

  • Keine rückwirkende Förderung: Beratungen, die vor Antragstellung begonnen wurden, werden nicht gefördert.

  • Antragsfristen beachten: Der Antrag muss vor Beginn der Beratung gestellt werden. Unternehmen, die 2026 eine Beratung planen, sollten den Antrag frühzeitig einreichen1.

  • Letzte Chance für maximale Förderung: Da pro Unternehmen maximal fünf Beratungen gefördert werden, lohnt es sich, die verbleibenden Kontingente zu nutzen1.

3. So nutzen Sie die verbleibende Zeit optimal

  1. Jetzt priorisieren: Identifizieren Sie die dringendsten Beratungsbedarfe (z. B. Digitalisierung, SEO, IT-Sicherheit).

  2. Anträge stapeln: Da pro Jahr zwei Beratungen gefördert werden, können Sie 2024–2026 noch bis zu sechs Beratungen beantragen (sofern bisher keine genutzt wurden).

  3. Informationsgespräch führen: Jungunternehmen (≤1 Jahr) müssen ein kostenloses Informationsgespräch mit einer regionalen Stelle (z. B. IHK) führen bevor sie den Antrag stellen8.

4. Gibt es Alternativen nach 2026?

Aktuell ist kein direktes Nachfolgeprogramm bekannt. Erfahrungsgemäß kann es jedoch neue Förderformate geben, z. B.:

    • Themenspezifische Förderprogramme (z. B. für Klimaschutz oder Digitalisierung).

    • Länderspezifische Programme: Einige Bundesländer haben eigene Beratungsförderungen.

    • EU-Programme: Der ESF+ könnte neue Schwerpunkte setzen.

Kann die Förderung verlängert werden?

Antwort: Theoretisch ja, aber bisher gibt es keine Anzeichen dafür. Planen Sie sicherheitshalber mit dem Ende 2026.

Bereits bewilligte Anträge sind von der Förderdauer unabhängig. Die Beratung muss nur innerhalb der sechsmonatigen Frist nach Bewilligung abgeschlossen werden

Unbedingt! Die Bearbeitung geht relativ schnell. Stellen Sie den Antrag idealerweise noch 2025, um 2026 noch zwei weitere Anträge einreichen zu können.

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